Jänner 2019 Teil 2 Mars Quadrat Saturn

Mars in Widder vs. Saturn in Steinbock

Mars bildet am 21. Jänner gegen Mittag unserer Zeit ein exaktes Quadrat zu Saturn. Während Saturn von trockener, kalter Qualität ist, ist Mars trocken und heiß. Solche Eigenschaften wurden den Planeten übrigens bereits vor Tausenden von Jahren zugeschrieben. Sie ergeben sich aus visueller Beobachtung und Erfahrung ihrer Auswirkungen. Mars und Saturn gelten in der traditionellen Astrologie als die beiden „Übeltäter“ – Mars gilt dabei als der geringere und Saturn der größere. Stehen die zwei in einem angespannten Verhältnis zueinander, wie es das Quadrat nun einmal ist, und werden ihre Eigenschaften durch die Zeichen, in denen sie sich befinden, verstärkt, ergibt das eine tendenziell als unangenehm erlebte Mischung.

Saturn durchwandert derzeit Steinbock, das Zeichen, über das er herrscht, und Mars Widder, über das er wiederum herrscht. Man kann sich das so vorstellen: Der strenge Richter im dunklen, wallenden Gewand, hager und knochig, eingefallene Gesichtszüge, geprägt durch Disziplin und Verzicht, trifft auf den nach Blut lechzenden Krieger, der darauf aus ist, alles in Flammen aufgehen zu sehen. Was haben die beiden einander zu sagen? Nicht sehr viel Konstruktives auf den ersten Blick. Sie sind einander so fremd, wie es nur möglich ist. Sie sprechen nicht einfach unterschiedliche Sprachen, sondern verwenden völlig andere Begriffe für Konzepte.

In einem einzigen Punkt sind sie sich einig: Sie demontieren liebend gern. Saturn mit Kälte, Strenge und Rationalität. Mars mit roher Gewalt.

Potential? – Ritual!

Es ist wirklich nicht leicht, etwas Positives an dieser Konstellation zu finden, aber für mich ergibt sich hier trotz allem das Potential, reinen Tisch zu machen. Ich persönlich werde diese Energien dazu verwenden, all das, was ich nicht mehr benötige, mit Kälte und Feuer zu verbannen. Ein wenig á la Game of Thrones vielleicht… Kollateralschaden inklusive. Dazu eignet sich ein kleines Ritual, das aus zwei Teilen besteht:

Teil 1: Schreibe all das, was dich blockiert, was eine Mauer, eine Festung bildet, vielleicht dein Herz versperrt, deine Kraft im Zaum hält, auf. Alles, was dich versteinern, verknöchern lässt, dich in die Bewegungslosigkeit, in die Starre verbannt. Alles, in dem du überkritisch bist, alles, wo du in deiner Selbstgeißelung über deine eigenen Schmerzgrenze hinausgehst. Entzünde eine Kerze. Gehe jeden Punkt auf deiner Liste im Geiste durch und übergib jeden Punkt bewusst den Flammen. Verbrenne den Zettel und entsorge die Asche unter fließendem Wasser.

Teil 2: Schreibe all das, was dich vorschnell handeln lässt, auf. Alles, was dich so zornig macht, dass du die Kontrolle über dich verlierst oder zu verlieren drohst. Alles, in dem du ungerecht, zerstörerisch, vernichtend bist, wo deine Leidenschaft dich verzehrt und du dich in Zerstörung deines eigenen Selbst gegen dich wendest. Nimm den Zettel und vergrabe ihn entweder in Schnee und Eis (so es die Witterung bei dir erlaubt) oder lege ihn für ein paar Tage ins Tiefkühlfach. Im letzteren Fall kannst du ihn nach Ablauf der Zeit einfach mit dem normalen Müll entsorgen.

In der Analyse der aktuellen Einflüsse astrologischer Art sollte uns eines sehr bewusst sein: Wir sind stark genug, allem zu trotzen. Zumindest für eine Weile. Allerdings kostet es relativ viel Kraft auf lange Sicht. Daher ist es ökonomischer, sich zu informieren und ganz bewusst ein Ventil für Energien zu finden, die uns sowieso erreichen werden, als zu gestatten, dass sie unkontrolliert über uns schwappen und wir uns gegen sie stemmen, so lange es uns unsere Kraft eben erlaubt.

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