Horoskop für den Rest des Jänners 2019 – eine astrologische Vorschau Teil 1

Um es gleich vorwegzunehmen: Ganz allgemein wird 2019 intensiv und abwechslungsreich, weil im Lauf des Jahres entgegengesetzte (oder auch komplementäre) Energien sehr direkt, ohne Verwässerung, wirken.

Wie immer bei allgemeinen Betrachtungen gilt jedoch auch hier, dass das individuelle Geburtshoroskop Auskunft darüber gibt, in welchen Lebensbereichen sich die angesprochenen Energien verwirklichen.

Im Jänner sind vor allem folgende Ereignisse bedeutsam:

  • Jupiter Quadrat (90°) Neptun zum 1. Mal exakt
  • Mars Quadrat Saturn
  • Jupiter in Schütze und Venus in Schütze gemeinsam
  • Start einer neuen Reihe von Finsternissen für die kommenden 18 Monate

Zunächst befindet sich Jupiter in einem der beiden Zeichen, die er beherrscht, nämlich Schütze. Dementsprechend ist er als „Herr im eigenen Haus“, stark gestellt und kann sich gut Gehör verschaffen. Im Lauf des Jahres bildet er insgesamt drei Mal ein Quadrat zu Neptun in den Fischen.

Quadrate sind sogenannte Spannungsaspekte. Das bedeutet zum einen, dass sie in der Regel als intensiver, anstrengender erlebt werden, jedoch auch, dass sie ein größeres Potential zur Schaffung neuer Verhältnisse haben, als die „streichelnden“ Aspekte, insbesondere das Sextil (60°). Für mich persönlich sind Spannungsaspekte „Türöffner“.

Das Quadrat geht von Jupiter in Schütze zu Neptun in den Fischen. In der traditionellen Astrologie wird dieses Tierkreiszeichen ebenfalls von Jupiter beherrscht. Damit ist Neptun sozusagen Gast in Jupiters Haus, und die beiden stehen angespannt zueinander.

Was bedeutet das nun konkret?

Je nachdem, welche beiden Häuser im individuellen Horoskop durch diese Spannung berührt werden, suchen sich hier die Energien von Jupiter und Neptun ihre Bahnen. Sie nehmen sich quasi eine Bühne für ihre Performance.

Jupiter ist dabei expansiv, er unterstützt, fördert, verleiht Optimismus (manchmal auch Größenwahn) und verstärkt alles, was er berührt. Neptun ist nicht so unähnlich, auch er wirkt umfassend, umhüllt seine Umgebung mit seiner Kraft, inspiriert, lässt Träume wachsen und Hoffnungen allumfassend werden. Bedauerlicherweise kennt er kaum Grenzen. Bei dem Quadrat im konkreten Fall behält Jupiter gegenüber Neptun die Oberhand, weil er stärker gestellt ist aufgrund der Tatsache, dass er im eigenen Zeichen ist und über das Zeichen, in dem sich Neptun befindet, herrscht. Trotz der Spannung ergeben die beiden gemeinsam daher eine Energie, die dazu aufruft, groß zu denken, seine Ziele möglichst hoch zu stecken– auch auf die Gefahr hin, dass ein Teil davon Traumgebilde bleibt.

Wenn nun zB Jupiter im Geburtshoroskop gerade das 9. Haus passiert und Neptun das 12., sind hohe Ideen und Ideale in Bezug auf (Weiter)Bildung, Studien im Allgemeinen, Spiritualität und Religion und Reisen gefragt. Diese Vorstellungen dürfen dabei ruhig übers Ziel hinausschießen (passt auch gut zum Schützen). Es mag sein, dass dabei nicht alles realistisch ist, das ist aber auch nicht notwendig.

Berührt Jupiter hingegen das 4. Haus und Neptun das 7., geht es um die kraftvolle Präsenz dieser Energien in Bezug auf Familie und Partnerschaft(en). Hier darf in Angelegenheiten groß gedacht werden, die unsere Wurzeln betreffen. Für den einen mag das die Erlaubnis sein, seine Familiengeschichte genauer unter die Lupe zu nehmen, für den anderen, eine Eigentumswohnung zu kaufen oder endlich an einem Ort sesshaft zu werden. Familiäre Belange tragen die meisten von uns in die Partnerschaft hinein. Das expansive Element in Bezug auf unsere Wurzeln trifft unseren Partner mitten ins Herz, denn kennen wir uns selbst gut genug oder anerkennen wir unsere Einbindung in unsere Familie, dann ist auch eine traumhafte (Neptun!) Beziehung eher in Reichweite. Auch wenn sie nicht immer perfekt sein mag.

Jupiter in Schütze bildet das ganze Jahr über ein wichtiges und sehr willkommenes Gegengewicht zu all den „schweren“ Planeten, die durch den Steinbock wandern, konkret Saturn und Pluto. Während Jupiter Optimismus und Unternehmungslust versprüht, ist Saturn der große Begrenzer. Jupiter sagt „Ja!“. Saturn sagt „Ja, aber…“.

Und Pluto schweigt und untergräbt. Dementsprechend ist Jupiter in Schütze heuer definitiv ein Lichtblick, an dem wir uns festhalten können, wenn die Unterwelt zu nah kommt oder wir unabsichtlich zu tief hinabgestiegen sind. Es macht Sinn, sich die Bereiche des Geburtshoroskops anzusehen, in dem sich diese Energien abspielen, damit wir wissen, durch welche Bereiche wir in die Kraft kommen können und wo wir auf Hindernisse stossen werden. Für den einen mag es der Beruf sein, der sich zur Berufung weiter entwickelt. Für den anderen sind es vielleicht soziale Gruppen, mit denen man sich stärker verbunden fühlt. Wiederum ein anderer ist in der Lage, durch Meditation und Rückzug aufzutanken. Was unsere KraftquelleJupiter in Schütze“ auch immer sein mag, wir tun gut daran, sie zu erforschen und sie zu nützen, denn das Jahr wird noch turbulent – doch dazu demnächst mehr.

 

 

 

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